Sonntag, 12. November 2017

Jugendsprache vs. Erwachsenensprache?

Quelle: Pixabay (CC0)

Sprache ist ja doch was Schönes. Während in Deutschland und in Österreich nach dem Jugendwort des Jahres gesucht wird und auch abgestimmt wird, bringt eine österreichische Qualitätszeitung mit User "Hallo, I bims": Kennen Sie die Jugendwörter 2017? ein eindrucksvolles Beispiel angewandter Jugendsprache inklusive der adäquaten Erwachsenenübersetzung. Dazu passend auch ein Quiz, um das eigene Wissen auch zu überprüfen. Und? Sprechen Sie fließend Jugend? ;-)

1,2,3 - Word Clouds, Hemingway and an Inspector for my classroom (and writing)

Digital tools may are quite nice when it comes to analysing texts or data. I have already mentioned the Hemingway app in one of me prior postings. It analyses the text structure and gives advice regarding a text’s readability. It “makes your writing bold and clear”, as the slogan indicates. 

Quelle: Pixabay (CC0)

Some days ago, a colleague introduced a second interesting app to me: text inspector. This app helps learners and teachers “check the difficulty of any text”. It compares the vocabulary used in a text to the English Vocabulary Profile (EVP), hence the CEFR levels of words. Therefore, it helps students to identify their level of proficiency when writing. Teachers can use this app to categorize texts they have found browsing the internet. When they paste a text, they see whether it is appropriate for level A1 or A2, just to give an example.

A third “tool” I would like to share is my beloved world cloud. I use word clouds in so many ways in my teaching and my everyday life as an everyday learner. Use the blogpost 170 ways to use word clouds in every classroom as a starting point. I will give a more detailed insight into my personal use in a forthcoming blogpost. I promise.

Mittwoch, 8. November 2017

Language learning and teaching: some websites I have to share with you

There are so many good websites that help language learners (and teachers) to cope with their every day’s business. When surfing the web, you come across so many good advice and there are loads of influencer you have to know regarding language teaching and learning, especially when it comes to English as a Second Language (ESL). Yesterday, I gave an insight into my favourite French resources, today I want to do the same for English (even though these sites may also be seen as a resource for all language teachers and learners who are able to understand an English text).

Dienstag, 7. November 2017

Enseigner le français (d’)aujourd’hui

Je n’écris pas beaucoup en français. C’est dommage vu qu’une langue s’en va quand on ne la pratique pas… Étant prof de français je suis sans cesse à la recherche de ressources non pas forcément éducatives mais plutôt authentiques. Je ne dis pas que les livres scolaires ne sont pas authentiques, mais je préfère les ressources actuelles pas forcément réalisées pour l’usage à l’école. Parmi mes sources préférées se trouvent les suivantes:
Pour trouver des exercices, des outils pratiques et des idées méthodologiques voilà les sources suivantes:
Je sais bien que ce n'est qu'une liste assez courte mais à ce moment-là ce sont mes ressources préférées.

Montag, 6. November 2017

Mobiles Lernen in der Schule

Ich durfte heute am 4. P@d Day des Landeszentrums für Pädagogik und Medien Saarland die Keynote zum Thema Mobiles Lernen in der Schule halten. Hier vorweg meine Präsentation:



Mein Ausgangspunkt waren zwei kurze Statements als Eröffnung durch
  • Günter Scheffczk, Schulleiter des KBBZ Halberg, Saarbrücken
  • Dr. Burkhard Jellonnek, Leiter des Landesinstituts für Pädagogik und Medien (LPM), Saarbrücken.
Bei beiden schwang im Subton die notwendige Infrastruktur mit. Das ist ein zentraler Punkt, den ich auch in meine Keynote aufgenommen hatte: Mobiles Lernen oder vielmehr Lernen mit (Hilfe von) mobile devices – genauso wenig wie lernen digital sein kann, kann es mobil sein, aber das nur am Rande – wird seit Jahren im Horizon Report als kurzfristige Entwicklung angesprochen. Wenn es aber kein (Breitband-)Netz gibt, dann ist der Einsatz eingeschränkt. In diese Kerbe schlägt auch Jöran Muuß-Merholz (@JoeranDE), wenn er in einem Interview mit den Netzpiloten davon spricht, dass zur Zeit in Hinblick auf die Digitalisierung herumgewurstelt würde und es am Netz fehle. Auch Steckdosen zum Laden sind notwendig. Erst kürzlich erklärte mir ein Kollege schnippisch, dass er den Schülerinnen und Schülern als Aufgabe gäbe, das Smartphone zu laden, um es am nächsten Tag im Unterricht einzusetzen. Blöd nur, wenn der Unterricht in der zehnten Stunde ist, denn so manch Akku geht schon zu Mittag in die Knie.

Schon die JIM-Studie und die OÖ Jugend-Medien Studie – jeweils in der aktuellsten Auflage – zeigen, dass Schüler/innen grundsätzlich (aber nicht flächendeckend) über eigene Geräte verfügen. Die Sache ist nun aber die, sich auch drüber zu trauen, diese in den Unterricht zu integrieren, auch wenn etwas schief geht, weil die Technik nicht so ganz mag. Mit ihren eigenen Geräten sind aber die Schüler/innen meist vertraut – warum sie nicht in ihrer Expertise abholen und einfach machen lassen?

Quelle: Pixabay (CC0)

Wenn man wie bei Thomas Vitzthum in der Welt liest: "Ob der Einsatz von Smartphones, Tablets, Laptops mit entsprechenden Lernprogrammen, elektronischen Tafeln und so weiter pädagogisch tatsächlich sinnvoll ist, darüber wird nicht mehr diskutiert." (Quelle) und man gleichzeitig den Alltag in den Schulen und vor allem den Hochschulen kennt, so erkennt man eine Diskrepanz. Es wird nach wie vor diskutiert. Mittlerweile kommt aber zum OB auch das WIE dazu. Entgegen der Annahme im Artikel löst das WIE das OB nicht ab - beide Punkte sind in den Köpfen der Lehrenden und der Entscheider/innen noch/schon fix verankert.

Was man dabei aber bedenken muss: Der Einsatz mobiler Geräte zum Lernen (oder digitaler Medien allgemein) garantiert für nichts: weder für einen irgendwie gearteten Lernerfolg, noch für mehr Motivation oder Ähnliches. Ich möchte hier Jöran Muuß-Merholz zitieren:

Wie das pädagogisch aussehen kann, wissen wir schon länger als es Digitalmedien gibt. Das Lernen anhand von Projekten oder an Real-World-Zusammenhängen steht im Vordergrund. Das Digitale aber sprengt plötzlich auf, worauf Schule bisher limitiert war. Man hat nicht nur das Schulbuch als Quelle, sondern das ganze WWW. Früher war es sehr aufwändig, einen Experten in die Schule einzuladen, heute ginge das unkompliziert per Skype. (Quelle)

Die Möglichkeiten verändern sich. Es kann aber nicht darum gehen, eine App-Schlacht zu schlagen, sondern das Vorhandene sinnvoll einzusetzen und die (neuen und/oder veränderten) Möglichkeiten wahrzunehmen. Individualisierung, Differenzierung und Kompetenzorientierung (wie auch von mir in der Keynote genannt) sind eigentlich auch nur schöne Buzzwords (siehe dazu auch die Darstellung des Grunddilemmas Individualisierung in einer Schulklasse). Ich muss mir dabei immer die Frage stellen: Wohin möchte ich eigentlich? Was sollen meine Schüler/innen mitnehmen aus dem Unterricht?

Für mich persönlich heißt das, die 4C (siehe dazu auch den schönen Beitrag Gestaltung zeitgemäßer Lernangebote: Zu berücksichtigende Faktoren von Tobias Rodemerk) zu verinnerlichen und im Sinne des Connectivism ein eigenes Netzwerk aufzubauen, in dem man zwischen sicheren und unsicheren Quellen ebenso unterscheiden kann wie zwischen relevanten und nicht relevanten Informationen oder vertrauenswürdigen und wenig (nicht) vertrauenswürdigen Quellen. Wir können nicht  mehr alles wissen, wir müssen aber wissen, wo wir suchen (und fündig werden) können. Man beachte, was sich in einer Minute im Netz so tut (inkl. Vergleich zu den Jahren davor).

Die Schüler/innen sollen zum eigenständigen Lernen ermutigt werden (Fehler inklusive), das sie auf Lifelong Learning-Prozesse vorbereitet. Lernen unter Einsatz von Kreativität und Kommunikationsfähigkeit, kollaborativ und kritisch denkend. Dazu gehört auch das Vermitteln von Strategien zum Lernen lernen (siehe zum Beispiel die Materialien hierzu auf Erwachsenenbildung.at und Schule.at), nicht immer alles vorzukauen (siehe hierzu Gail Moores Beitrag 7 Educational Transformations for Any Classroom), sondern die Lerner/innen entdeckend lernen zu lassen...

Als Sprachlehrer/in seh ich mich genau dort: Computerprogramme werden als Übersetzungshilfen immer besser. DeepL ist das neue herausragende Beispiel (ich hab’s kreuz und quer probiert und find’s echt überraschend gut, wenn auch nur in sieben und nicht 103 Sprachen wie Google Translate). Was der Mensch leistet, ist das Finden kreativer Lösungen und das Anwenden von Verhandlungsstrategien unter Einsatz interkultureller und auch kommunikativer Kompetenz und die Empathie. Eine Sprache zu sprechen ist auch Verhandlungssache. Wir reagieren auf Fehler, gehen Missverständnisse ein und suchen nach Lösungen. Wir füllen keine Lückentexte aus oder beantworten Multiple Choice Fragen, wenngleich diese Formate zum Üben manchmal recht praktisch sind, aber das ist eine andere Geschichte. Vorsorglich ein paar Unterrichtsbausteinchen auch in der Präsentation, versteckt hinten QR Codes...

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Vokabellernen leicht(er) gemacht

Vokabellernen macht keinen Spaß und ist auch wirklich mühsam. Abgesehen davon ist es – aus neurodidaktischer Sicht – oft falsch in den Unterricht integriert. Nicht selten werden Listen auswendig gelernt und dann abgeprüft oder wiederholt. Visuelle Lerner/innen, wie ich beispielsweise, wissen dann ganz genau, dass das gesuchte Wort in der linken Spalte steht und recht kurz ist. Wie es aber heißt, bleibt uns verborgen. Vor allem aber will das Vokabellernen gelernt sein. Wie lernt man richtig und effizient? Welche Methoden helfen Lernerinnen und Lernern dabei, zu wiederholen? Wie lassen sich Vokabel lustvoll lernen? Nun, eine eindeutige Antwort gibt es auf diese Fragen sicherlich nicht. Wie so oft im Leben macht es wohl die Abwechslung aus. Wichtig ist aber, dass das Vokabular aktiv verwendet wird und in einen praktischen Kontext eingebettet ist. Wieso soll ich das Vokabel lernen? Wann wird es mir nützlich sein? Nicht nur in der Mathematik stellt sich so manche/r Schüler/in derartige Fragen.

Quelle: Pixabay (CC0)

Hier einige Seiten, die sich mit Methoden rund ums Vokabellernen beschäftigen und dabei spannende Tipps und Tricks verraten:
Update: Danke an Axel Krommer (@mediendidaktik_) für den Hinweis auf die Mini-Vorlesungsreihe "Sprachen lernen" heißt vor allem Wörter lernen. Hermann Funk berichtet hier über das Sprachenlernen und die Art und Weise, wie das Vokabellernen (nicht) funktionieren kann und soll. Hier Folge zwei der Reihe (die erfreulicherweise unter Creative Commons lizenziert ist) zum Thema "Folge 2: Wortschatzarbeit statt Vokabeln pauken".



Sprache soll angewandt werden, in einem passenden Kontext, der auch Sinn macht. Nur dann kann es funktionieren. Abgesehen davon sollte man sich vom Vokabellernen als Begriff verabschieden, vielmehr werden Wörter gelernt. Dazu habe ich mich aber auch in meinen Blogpost zur Neurodidaktik schon geäußert. 

Freitag, 20. Oktober 2017

Future Learning Lab in Wien - eine neue Spielwiese




Die Pädagogische Hochschule Wien hat seit heute ein eigenes Future Learning Lab (hier die Pressemeldung zur Eröffnung, hier ein längerer Beitrag mit Hintergründen). Klingt fein? Ist es auch! Wer dabei an einen hochtechnologisierten Raum denkt, der quasi alle Stücke spielt, der wird aber auf den ersten Blick ein wenig enttäuscht. Der Raum ist nicht ein Raum, sondern viele Räume. Die Technologie ist dabei vorhanden, aber nicht spürbar. Sie fügt sich in das Ganze harmonisch ein.

Wer das Future Classroom Lab aus Brüssel kennt, erwartet sich
wahrscheinlich einen sehr offenen Raum mit unterschiedlichen Zonen, in denen offen, synchron, kollaborativ oder doch nebeneinander gearbeitet werden kann. Das Future Learning Lab in Wien besteht aus mehreren Räumen und ist somit dem Schulalltag sehr nahe. Es gibt zwei größere Räume (40m2 bzw. 60m2) und kleinere Räume, die parallel genutzt werden können.

Jeder Raum hat eine Funktion, wie den Türschildern zu entnehmen ist. Alle Möbel und technischen Geräte können aber auch flexibel bewegt werden. Die bunten Sessel und Sitzwürfel lassen sich im Raum und über die Raumgrenzen hinaus verteilen. Der Green Screen kann auch in anderen Räumen aufgebaut werden, die Tische sind wabenförmig, sodass man sich gegenseitig beim Arbeiten ansehen kann.

Die Geräte sind vielfältig: Es gibt größere und kleinere Kameras, Stative, in die man seine eigenen Smartphones oder auch die vorhandenen Tablets einspannen kann. Bei den Geräten selbst, besonders den Tablets, wurde auf Vielfalt großer Wert gelegt. So gibt es Modelle der großen Anbieter, auch hier ist man sehr flexibel. Und eine Einschulung war heute ebenfalls inklusive. Da konnten die VR-Brille ausprobiert und auch ein kurzes Video gedreht werden. Ja und die Sitzsäcke luden zum
Verweilen und Ausprobieren ein.

Was sich im Lab, das in meinen Augen Future Learning Space heißen müsste, denn Laboratoriumscharakter sucht man vergeblich, machen kann, ist klar: Dinge ausprobieren. Es ist ein Ort, an dem - wie auf einer Spielwiese - Dinge probiert werden können. Einzeln oder im Team, unter Anleitung oder auf eigene Faust. Die Räume laden zum Verweilen ein, die Technik zum Ausprobieren. Was davon man in der Schule einsetzen kann, hängt von vielen Faktoren, den Rahmenbedingungen an der Schule, den eigenen Vorlieben ab. Spontan würden mir aber, neben dem Ausprobieren und Herumspielen, sofort ein paar Ideen kommen:

  • Erstellen eines Stopmotion-Videos für den Sprachunterricht (siehe Baustein von J. Kortschak)
  • Navigation in Google Maps (siehe Baustein von K. Oswald)
  • Kurzvideoproduktion zu unterschiedlichen Themen (im Microlearning-Format beispielsweise als Elevator Pitch oder Pecha Kucha)

Und in diese Überlegungen sind die unterschiedlichen Apps noch gar nicht eingeflossen:

  • Erstellen eines Voki
  • Vokabelrallyes mit Quizlet
  • Minifilmchen mit ExplainEverything
  • Die virtuelle Welt von Aurasma
  • Das szenische Spiel mit Snapchat

Das nur als erste Überlegungen. Wenn man sich länger damit beschäftigt, fallen einem sicher noch jede Menge Möglichkeiten ein. Ich freue mich aufs Ausprobieren.